5. Ploimer Wirtshaussingen

Sangesfreude beim vollbesetzten Hock

 

Am Samstag, 07.11.2015 fand im Landgasthof  Hock das nunmehr schon 5. „Ploimer Wirtshaussingen“ statt, das nun schon zur Tradition geworden ist.

Das Wirtshaussingen erfreut sich auch im gesamten fränkischen Raum wieder wachsender Beliebtheit, so hat sich auch der Pflaumheimer  Geschichtsverein dem Erhalt des Liedguts verpflichtet. Dazu wurde ein neues Liederbuch mit 79 Stücken zusammengestellt. Das Repertoire umfasst Volks- und Wanderlieder bis hin zum Schlager-Gassenhauer die jeder kennt. Es wurden aber auch alte Ploimer-Lieder mit aufgenommen, die schon in den 1930er Jahren von den Ploimer-Wirtshaussängern, Fritz Demuth, Willi Hock und Albert Rachor, in den Gasthäusern gesungen wurden. Es sind auch neue Stücke aus der Feder von Adolf Rachor (Musik) und Suibert Kroth (Text) hinzu gekommen, die für die Sänger vom Poststammtisch komponiert wurden.

Nach der Begrüßung durch den 1. Vorstand Robert Hock moderierte Herbert Rachor, der auch den Abend organisierte und die technische Ausstattung  betreute, die Veranstaltung.

Ein volles Haus bestätigte einmal wieder dass es viele sangesfreudige Menschen in Pflaumheim und  auch aus der näheren und weiteren Umgebung gibt. Großer Wert wurde auf das gemeinsame Singen aller Anwesenden gelegt, wobei aber auch gesangliche und instrumentale Einzelvorträge willkommen waren und sehr gut angenommen wurden. Das gesungene Repertoire umfasste einen weiten Bereich des bekannten Liedguts vom deutschen Volkslied über bekannte „Gassenhauer“, Seemanns-,  Western-,  Wander- und Schoppenlieder wie sie bereits seit Jahrzehnten in unseren Wirtshäusern gesungen werden.

 

 

 

Die „Postsänger“ mit ihrem Frontmann Adolf Rachor stimmten ausgewählte Stücke aus ihrem reichhaltigen Repertoire an. Lange anhaltenden Ablaus erhielt Adolf Rachor als er "sein Solostück" Powidltatschkerln aus der schönen Tschechoslowakei vortrug. Parodien auf bekannte Größen der Schlagerszene wie Udo Jürgens, Reinhard May, Cliff Richard und  Roy Black wurden vom Publikum mit viel Applaus bedacht. Aufgelockert wurde das Ganze durch Zither- und Akkordeon-Solos,  Gesangs- und Instrumentalduos sowie etlichen heiteren Witzen. Es war für jeden Geschmack etwas dabei, so dass der Abend weit nach 20:00 Uhr  mit "Gute Nacht Freunde", von Heribert Euler vorgetragen, seinen Ausklang fand.

Alle Vortragende einzeln zu erwähnen würde den Rahmen dieses Berichts sprengen, daher wird hier darauf verzichtet. Auch für die Vereinskasse gab es einen erfreulichen Zuwachs durch den Liederbuchverkauf und durch freiwillige Spenden. Die Bewirtung durch den Landgasthof Hock ließ  - wie gewohnt - keine Wünsche offen.

So ist  auch für das Jahr 2016 das - dann schon "6. Ploimer Wirtshaussingen" - am 05.November "beim Hock" geplant.

Text und Bild: Peter Locker, Bearbeitet von Herbert Rachor

 
 
 

Ausstellung im Haus der Vereine

Frauen im Zweiten Weltkrieg als Helferinnen der Wehrmacht

 

Den „Tag des offenen Denkmals“ hat der Geschichtsverein Pflaumheim in Anlehnung an den Zweiten Weltkriege dazu  genutzt,  um, entgegen dem eigentlichen Ziel dieses Tages, eine kleine Ausstellung  zu „Frauen als Helferinnen der Wehrmacht“ zu machen.  Dabei hat der Arbeitskreis „Zeitgeschichte“ unter Leitung von Wolfgang Krug einheimische Frauenschicksale erforscht.

Insgesamt waren sechs junge Frauen im Zweiten Weltkrieg im Einsatz. Es waren  dies Maria Luise Hock, eine später verheiratete Salm; Elfriede Hohm, eine verheiratete Kunkel und  Elisabeth, Hohm, verheiratete Hock, die alle Schwestern beim Roten Kreuz waren.  Im Nachrichtendienst des Heeres war Elfriede Demuth, eine später verheiratete Hartmann, eingesetzt. Zur Luftwaffe waren Katharina Hohm, verheiratete Zang und Maria Stegmann, verheiratete Schemmel, kommandiert. Man bezeichnete sie im Volksmund als „Blitzmädel“. Fünf der jungen Frauen kann nach dem Krieg wieder gesund  in ihr Dorf zurück. Lediglich Maria Luise Salm, geborene Hock, starb im Juli 1944 im Krankenhaus. Weitere waren in der Rüstungsindustrie und sonst wo dienstverpflichtet. Maria Braun, eine geborene Rollmann, war beispielsweise zur Straßenbahn in Leipzig abkommandiert, hatte dort ihren Landsmann August  Braun im Lazarett  besucht und später auch  geheiratet. Suitbert Kroth hat dies  und andere Kriegsereignisse in  seinem Buch „Spuren der Vergangenheit“ aufgespürt und für die Nachwelt aufgeschrieben.

 

 

Der Arbeitskreis hat den „Multifunktionsraum“ im „Haus der Vereine“ mit Szenen aus der Arbeitswelt der jungen Frauen  dargestellt.  So sind Gruppen mit Figuren der Rotkreuzschwestern um einen verletzten „Landser“ oder Funkgeräte sehen. 78 noch vorhandene  Bilder zeigen Erinnerungen der Frauen aus dieser Zeit. Im Original wird das Reichsgesetzblatt vom 16. März 1935 wo von den Nazis die Allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt worden ist, gezeigt. In einem Videofilm wird das Zeitgeschehen von damals illustriert.

Die Ausstellung hat allgemeines Interesse hervorgerufen und auch die nachgewachsene Generation interessiert Für die Besucher hatte der Verein noch einen gastlichen Aufenthalt vorbereitet.

Text: Lothar Rollmann, Bearbeitet von Herbert Rachor

 
 

Ploimer Rathaus beschädigt

Auto fährt in Pflaumheimer Rathaus

Hoher Schaden an dem historischen Gebäude

 

 

Das über 450 Jahre alte historische Pflaumheimer Rathaus ist bei einem Verkehrsunfall am Freitag dem 27.03 gegen 17:00 Uhr schwer beschädigt worden. Ein Auto ist mit voller Wucht aus Richtung Großostheim kommend, gegen das denkmalgeschützte Gebäude geprallt. Durch den Aufprall ist ein Teil der Außenmauer eingestürzt. Die einheimische Feuerwehr stabilisierte das Gebäude provisorisch mit schweren Stützen, so dass zu mindestens keine weiteren Einstürze zu befürchten sind.

Das Rathaus stammt aus dem Jahre 1548 und gilt als das älteste im Landkreis Aschaffenburg. In den Jahrhunderten seines Bestehens war es zuletzt etwas heruntergekommen und wäre in den 1960er Jahren fast abgerissen worden. Man entschied sich „Gott sei Dank“ für die Erhaltung und eine aufwendige Sanierung machte das Gebäude zu einem Schmuckstück im Zentrum des Ortskerns. Erst vor kurzem wurde der Außenputz am Erdgeschoß  erneuert und die Sandsteingewände saniert. 

Schon alleine der einmalige Standort des Rathauses mitten auf der Straße sei es wert das Haus zu erhalten, war damals die Meinung des Landesamtes für Denkmalpflege und die Behörde unterstützte zusammen mit engagierten Pflaumheimer Bürgerinnen und Bürgern die Erhaltung  des Gebäudes. Damit genügend Platz für den heutigen Durchgangsverkehr, mit über 15.000 Fahrzeugen am Tag, ist, musste das gegenüberliegende Gebäude vom Gasthaus "Zum Ochsen" beseitigt werden. Dort befindet sich jetzt der "Ludwig Löffler" Platz.

 

Herbert Rachor

Bild: Arthur Schnatz

 

 

 
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