Bruder Anton Raab gestorben

 

Sein Missionsauftrag ist erfüllt!

Or­dens­bru­der An­ton Ra­ab 82-jährig ge­s­tor­ben.

 

Mit Ordensbruderbruder Anton Raab ist am 6.Mai 2019 ein weiterer aus Pflaumheim stammender Ordensgeistlicher verstorben. Der als drittes von den vier Kindern der Eheleute Adolf und Maria Raab am 25.03.1937 geborene Anton verlebte seine Kindheit in den unruhigen Zeiten von Nationalismus und Krieg. Sein Vater musste im Krieg sein Leben lassen, er ist seit dem 21.06.1944 in Russland vermisst.

Schon als 14-jähriger fand Anton direkt nach der Schulzeit zur Ordensgemeinschaft und wurde Oblade der Makellosen Jungfrau Maria OMI in Hünfeld, dieses 1895 gegründete Bonifatius Kloster, wurde vor allem mit dem Zweck gegründet, Missionare für die Seelsorge in Deutsch-Südwestafrika, dem heutigen Namibia, auszubilden. Nach der Ausbildung zum Landwirt im klostereigenen Bauernhof wobei er sich auch Kenntnisse für die Reparatur landwirtschaftlicher Maschinen erwarb, wurde er 1954 eingekleidet. Seinen ersten Profess legte er 1955 ab und wurde damit offiziell in die Ordensgemeinschaft aufgenommen. Das ewige Gelübde war am 8. Dezember 1961 zum Fest Mariä Empfängnis. Sein 60-jähriges Ordensjubiläum konnte er 2015 feiern.

 

In die Mission nach Namibia in Südafrika wurde Anton 1965 ausgesandt. Bis 2003 hat er dort 38 Jahre verbracht, wo er seinem Wunsch entsprechend als Missionar wirkte. Nachdem er Land und Leute kennen und lieben gelernt hatte, wurde Südafrika für ihn zur zweiten Heimat. Stets fühlte er sich in all dieser Zeit gebraucht und hat die viele Arbeit stets als seinen missionarischen Auftrag angesehen. „Das war wirklich mein Leben. Ich wurde gebraucht, war akzeptiert und habe die Arbeit gerne getan“, sagte Bruder Anton bei seinem Jubiläum. Zuletzt leitete Bruder Anton für einen franziskanischen Frauenorden eine etwa 1200 Hektar große Farm.

Nach 38 Jahren kehrte er im Jahre 2003 nach Deutschland zurück und lebte im Oblatenkloster in Mainz, wo er die Verantwortung für Garten und Außenanlagen des Klosters übernahm. Hier konnte er sich immer wieder über Besuch aus seiner Heimatgemeinde Pflaumheim freuen.

Nach kurzer schwerer Krankheit verstarb er nun im Alter von 82 Jahren und wurde begleitet von zahlreichen Familienmitgliedern und Schulfreunden am 10. Mai 2019 im Bonifatius Kloster in Hünfeld zu Grabe getragen.

 

Text: Lothar Rollmann, Herbert Rachor, Bearbeitet von Herbert Rachor

 
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