Ausstellung im Haus der Vereine

Frauen im Zweiten Weltkrieg als Helferinnen der Wehrmacht

 

Den „Tag des offenen Denkmals“ hat der Geschichtsverein Pflaumheim in Anlehnung an den Zweiten Weltkriege dazu  genutzt,  um, entgegen dem eigentlichen Ziel dieses Tages, eine kleine Ausstellung  zu „Frauen als Helferinnen der Wehrmacht“ zu machen.  Dabei hat der Arbeitskreis „Zeitgeschichte“ unter Leitung von Wolfgang Krug einheimische Frauenschicksale erforscht.

Insgesamt waren sechs junge Frauen im Zweiten Weltkrieg im Einsatz. Es waren  dies Maria Luise Hock, eine später verheiratete Salm; Elfriede Hohm, eine verheiratete Kunkel und  Elisabeth, Hohm, verheiratete Hock, die alle Schwestern beim Roten Kreuz waren.  Im Nachrichtendienst des Heeres war Elfriede Demuth, eine später verheiratete Hartmann, eingesetzt. Zur Luftwaffe waren Katharina Hohm, verheiratete Zang und Maria Stegmann, verheiratete Schemmel, kommandiert. Man bezeichnete sie im Volksmund als „Blitzmädel“. Fünf der jungen Frauen kann nach dem Krieg wieder gesund  in ihr Dorf zurück. Lediglich Maria Luise Salm, geborene Hock, starb im Juli 1944 im Krankenhaus. Weitere waren in der Rüstungsindustrie und sonst wo dienstverpflichtet. Maria Braun, eine geborene Rollmann, war beispielsweise zur Straßenbahn in Leipzig abkommandiert, hatte dort ihren Landsmann August  Braun im Lazarett  besucht und später auch  geheiratet. Suitbert Kroth hat dies  und andere Kriegsereignisse in  seinem Buch „Spuren der Vergangenheit“ aufgespürt und für die Nachwelt aufgeschrieben.

 

 

Der Arbeitskreis hat den „Multifunktionsraum“ im „Haus der Vereine“ mit Szenen aus der Arbeitswelt der jungen Frauen  dargestellt.  So sind Gruppen mit Figuren der Rotkreuzschwestern um einen verletzten „Landser“ oder Funkgeräte sehen. 78 noch vorhandene  Bilder zeigen Erinnerungen der Frauen aus dieser Zeit. Im Original wird das Reichsgesetzblatt vom 16. März 1935 wo von den Nazis die Allgemeine Wehrpflicht wieder eingeführt worden ist, gezeigt. In einem Videofilm wird das Zeitgeschehen von damals illustriert.

Die Ausstellung hat allgemeines Interesse hervorgerufen und auch die nachgewachsene Generation interessiert Für die Besucher hatte der Verein noch einen gastlichen Aufenthalt vorbereitet.

Text: Lothar Rollmann, Bearbeitet von Herbert Rachor

 
 

Ploimer Rathaus beschädigt

Auto fährt in Pflaumheimer Rathaus

Hoher Schaden an dem historischen Gebäude

 

 

Das über 450 Jahre alte historische Pflaumheimer Rathaus ist bei einem Verkehrsunfall am Freitag dem 27.03 gegen 17:00 Uhr schwer beschädigt worden. Ein Auto ist mit voller Wucht aus Richtung Großostheim kommend, gegen das denkmalgeschützte Gebäude geprallt. Durch den Aufprall ist ein Teil der Außenmauer eingestürzt. Die einheimische Feuerwehr stabilisierte das Gebäude provisorisch mit schweren Stützen, so dass zu mindestens keine weiteren Einstürze zu befürchten sind.

Das Rathaus stammt aus dem Jahre 1548 und gilt als das älteste im Landkreis Aschaffenburg. In den Jahrhunderten seines Bestehens war es zuletzt etwas heruntergekommen und wäre in den 1960er Jahren fast abgerissen worden. Man entschied sich „Gott sei Dank“ für die Erhaltung und eine aufwendige Sanierung machte das Gebäude zu einem Schmuckstück im Zentrum des Ortskerns. Erst vor kurzem wurde der Außenputz am Erdgeschoß  erneuert und die Sandsteingewände saniert. 

Schon alleine der einmalige Standort des Rathauses mitten auf der Straße sei es wert das Haus zu erhalten, war damals die Meinung des Landesamtes für Denkmalpflege und die Behörde unterstützte zusammen mit engagierten Pflaumheimer Bürgerinnen und Bürgern die Erhaltung  des Gebäudes. Damit genügend Platz für den heutigen Durchgangsverkehr, mit über 15.000 Fahrzeugen am Tag, ist, musste das gegenüberliegende Gebäude vom Gasthaus "Zum Ochsen" beseitigt werden. Dort befindet sich jetzt der "Ludwig Löffler" Platz.

 

Herbert Rachor

Bild: Arthur Schnatz

 

 

 

4. Ploimer Wirtshaussingen

Volles Rohr beim Hock

 

Der Geschichtsverein Pflaumheim hatte auch in diesen Jahr wieder zu seinem, jetzt schon „traditionellen“, Wirtshaussingen eingeladen.

 

Im vollbesetzten Landgasthof Hock war auch dieser Abend wieder ein voller Erfolg. Über 130 Wirtshaussänger nicht nur aus „Ploume“, sondern auch aus Orten im näheren und weiteren Umkreis und  auch aus dem hessischen waren gekommen, um in fröhlicher Runde Musikalische Unterhaltung zu genießen und auch selbst mitzuwirken.

Ein Abwechslungsreiches Programm bot für jeden Geschmack etwas. Von altbekannten Liedern aus dem Vereinsliederheft (mit seinen 33 Texten und einigen Sonderseiten) bis hin zu fetzigen Solobeiträgen, die „kampferprobte“ Musiker mit ihren Stimmen und Instrumenten zum Besten gaben.

Die vereinseigene, gut ausgestattete Musiktechnik mit Mikrofonen, Headsets, Mischpult und Lautsprechern trug zum reibungskosen Ablauf des Abends entscheidend bei.

So wurde mit mitgebrachten Instrumenten, wie 7 Gitarren, 4 Akkordeons, je einer Karinette und Zither, Musik vom Feinsten geboten. Von alpenländischen Weisen über Wirtshaus -, Stimmungs - und Seemannslieder bis hin zu Westernsongs, wohlbekannten alten Schlagern und gekonnten Parodien - zum Beispiel auf Udo Jürgens und Reinhard May - zum Besten gegeben.

 

Die Gebrüder Peter und Horst Klement aus Sulzbach

Aufgelockert wurden die Einzelvorträge der 13 gemeldeten Akteure/innen (die hier einzeln aufzuführen den Rahmen dieses Berichts gesprengt hätte) durch lustige Sketche und gemeinsam gesungene Lieder unter tatkräftiger Mitwirkung der Post - Stammtischsänger. Vorträge im Rock `n Roll Stil waren auch dabei, wie z.B die rockige Version des alten Kinderlieds „Backe, backe Kuchen“ die  sehr gut ankam.

 

Thea und Günter Frühwein (Klarinette) mit Hans Sterkel (Gitarre)

Nach 5 Stunden ging dieser unterhaltsame Abend mit den Liedern „Ein schöner Tag“ und „Gute Nacht Freunde“ zu Ende. Der Termin für das nächste, dann das 5. Wirtshaussingen des Geschichtsvereins Pflaumheim, ist auf Samstag, dem 07. November 2015 um 16:00 Uhr festgelegt, Ort ist wieder der „Landgasthof Hock“ in Pflaumheim. Eingeladen sind alle sangesfreudigen Menschen, jung und alt, aus nah und fern, die in froher und gemütlicher Runde alte und neue Lieder hören und singen möchten. Ende: ist offen !!

Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden und an die Verantwortlichen für die Organisation und Durchführung dieses Abends !!

Text: Peter Locker, Bilder: Erich Meyer

Bearbeitet von Herbert Rachor

 
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